Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Unser BGM-Team konzipiert mit Ihnen Ihr passendes Betriebliches / Behördliches Gesundheitsmanagement und führt auf Wunsch die Maßnahmen durch oder entwickelt Einzelmaßnahmen passgenau für Ihr vorhandenes Gesundheitsmanagement.

Gesetzliche Verpflichtung:

Der Gesetzgeber schreibt seit Oktober 2013 die psychische Gefährdungsbeurteilung vor. Unternehmen sind ab der Größe „1 Mitarbeiter“ verpflichtet, eine psychische Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, ggf. Maßnahmen einzuleiten, zu evaluieren und zu dokumentieren.

Unsere Vorgehensweise bei der Einführung von BGM lesen Sie hier (alle Elemente auch einzeln buchbar):

Einführung Betriebliches Gesundheitsmanagement

Strategiephase 

In der Strategiephase geht es u.a. um folgende Themen:

Ist-Analyse

Wie ist der Status Quo in Bezug auf die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die daraus entstehenden Kosten?

Gibt es bereits erkannte Problemfelder?

Was wurde bereits in Bezug auf betriebliche Gesundheit angedacht?

Welche Strukturen, Prozesse und Konzepte zur Gesundheitsförderung sind bereits vorhanden?

Welche Maßnahmen (Einzelmaßnahmen) werden bereits durchgeführt?

Soll-Analyse

Wie soll die Situation aussehen, wenn die Einführung des BGM abgeschlossen ist und die Maßnahmen ihre Wirkung erzeugen?

Welche Ziele sollen auf den verschiedenen Unternehmens-Ebenen erreicht werden?

Welche Wirkungen sollen bei den verschiedenen Stakeholdern erzeugt werden?

  • Kennzahlen für die Evaluierung

  • Woran wird die erfolgreiche Implementierung gemessen werden?
    Informations- und Kommunikationsstrategie intern und nach extern

Wie werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle anderen Stakeholder in den Prozess eingeladen und zur unterstützenden Mitwirkung aktiviert? Wie werden der Prozess und die Ergebnisse imagefördernd an Kunden, Bewerber und Mitmarkt kommuniziert?

Problemfeld-Analyse Es geht in der Phase 1 darum, herauszufinden, wo sich bereits Problemfelder abzeichnen.

  • Steigen bereits die Krankheitstage an?
  • Gibt es mehrere Burnout–Fälle?
  • Sind häufige Kurzzeiterkrankungen zu verzeichnen?
  • Gibt es eine Häufung von Erkrankungen, die durch die Arbeitsumgebung ausgelöst werden können?
  • Sinkt die Produktivität?
  • Steigt die Fluktuation?
  • Wie wird bisher mit diesen Problemfeldern umgegangen?
  • Werden Krankenrückkehrgespräche geführt?
  • Werden Personalentwicklungsmaßnahmen durchgeführt?

Erwartungshaltungen Die verschiedenen Erwartungshaltungen der beteiligten Personen an ein BGM werden geklärt:

  • Geschäftsleitung
  • Falls vorhanden: Schwerbehindertenvertretung
  • Falls vorhanden: Gleichstellungsbeauftragte/r
  • Personalabteilung
  • Falls vorhanden: Arbeitsschutzbeauftragter
  • Falls vorhanden: Betriebsärztlicher Dienst/Betriebsarzt)
  • Betriebsrat, Personalrat

Strategie und Entscheidungen Die Strategie zur Erreichung der erarbeiteten Ziele wird in einem Konzeptionsprozess entwickelt.

Am Ende der Strategie-Phase können folgende Entscheidungen getroffen werden:

  • Wer wird zuständige Ansprechperson für das BGM im Unternehmen?
  • Ist der Aufbau eines Arbeitskreises Gesundheit sinnvoll?
  • Wird ein Tag der Gesundheit durchgeführt?
  • Wie werden die Mitarbeiter informiert?
  • Welche Art der Analyse wird eingesetzt?
  • Gibt es Experteninterviews, Expertenbeobachtung, Gesprächszirkel, Worldcafés, Online-Befragung usw.?
  • Werden Gesundheitszirkel eingeführt?

Fördermöglichkeiten Für Maßnahmen im Rahmen von BGM gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten:

  • UnternehmensWert:Mensch
  • Bafa: Förderung unternehmerischen Know-hows (Beratungsleistungsrichtlinien ab Jan 2016)
  • Präventionsgesetz
  • Steuerliche Vorteile: 500 Euro kann ein Unternehmen pro Mitarbeiter und pro Jahr seither lohnsteuerfrei für Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren.
  • Bewegungsprogramme
  • Ernährungsangebote
  • Suchtprävention
  • Stressbewältigung

Kennzahlen Folgende Kennzahlen zur Evaluierung des BGM-Ergebnisses sind z. B. sinnvoll:

  • Präsentismus
  • Mitarbeiterzufriedenheit
  • Fluktuationsrate
  • Produktivitätsrate
  • Fehltage

Analysephase

In der Analysephase wird geprüft, wo Belastungen und Gefahren für die Mitarbeiter bestehen oder drohen. Es werden die beiden großen Belastungsbereiche untersucht:

  • Körperliche Belastung
  • Psychische Gefährdung

Die körperliche Belastung wird in der Regel in den Betrieben durch ein seit langem implementiertes System zum Arbeitsschutzgesetz gemessen. Im Folgenden geht es deshalb um die Psychische Gefährdungsbeurteilung.

Psychische Gefährdungsbeurteilung

Es gibt viele Werkzeuge, um eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Wir benutzen in der Regel das WPi, den Work Performance indicator.

Work Performance indicator  lInk zu WPI

Konzeptions- und Durchführungsphase

Aus den Ergebnissen der Strategiephase und der Analysephase entsteht das Konzept für das BGM. Die Ergebnisse aus Workshops und psychischer Gefährdungsbeurteilung werden zusammengeführt und mithilfe eines Konzeptions-Tools bearbeitet. Die bereits vorhandenen Maßnahmen werden eingebettet. Es entsteht ein Maßnahmenplan mit konkreten Durchführungsdaten:

Folgende Maßnahmen sind häufig sinnvoll:

  • Internes Marketing zum BGM, Kommunikation mit allen Mitarbeitern
  • Aufbau eines Arbeitskreises Gesundheit
  • Aufbau eines Gesundheitszirkels
  • Aufbau eines EAP (Employee Assistance Program)
  • Maßnahmen für Führungskräfte
  • Maßnahmen für Mitarbeiter
  • Angebote für Bewegung und Entspannung
  • Angebote für gesundheitsfördernde Ernährung

Internes Marketing, Kommunikation

Für den Erfolg eines BGM ist das interne Marketing von entscheidender Bedeutung. Während der Strategiephase wurde bereits die Kommunikationsstrategie beschlossen. Bereits in dieser 1. Phase startet das interne Marketing, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen auf die Einführung des BGM vorbereitet werden und zur aktiven Mitarbeit motiviert werden.

Wir unterstützen Sie bei Einrichtung und Herstellung von:

  • Kommunikationskanäle
  • Kommunikationsmaterialien im Coporate Design
  • Support für Führungskräfte und Leiter von Arbeitskreis und Zirkel

Beispiele für Kommunikationskanäle und Marketing-Aktionen:

  • Intranet
  • Informationsschreiben
  • Mailings
  • Newsletter
  • Apps
  • Zentrales Informationsboard
  • Kurzvorträge
  • Präsentationen
  • Aushänge
  • Aufsteller
  • Wettbewerbe
  • Guerilla Marketing
  • Gesundheitskarte
  • World Café

Beispiele für Maßnahmen

  • Gesundheitstag
  • Arbeitskreis Gesundheit
  • Gesundheitszirkel
  • Gesprächsleitfaden BEM-Gespräche
  • Ernährungsplan für Kantine und Catering
  • Tag der Bewegung

Beispiele für Maßnahmen für Führungskräfte:

  • Die 9 gesundheitsfördernden Führungskompetenzen nach Wilhelm
  • 6 gesundheitsfördernde Führungsaspekte nach Matyssek
  • Das Haus der Arbeitsfähigkeit
  • Stressmanagement für Führungskräfte
  • Kommunikation und Konfliktmanagement
  • Personal Training
  • Einzel-Coaching
  • Kollegiale Fallberatung
  • Gruppen-Coaching

Beispiele für Maßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Das Haus der Arbeitsfähigkeit
  • Stressmanagement für Mitarbeiterinndne und Mitarbeiter
  • Erkennen eigener Leistungsgrenzen
  • Entfaltung eigener Fähigkeiten
  • Arbeitsorganisation und Zeitmanagement
  • Kommunikation und Konfliktmanagement
  • Entspannungskurse
  • Ernährungsberatung
  • Einzel-Coaching
  • Gruppen-Coaching

Evaluierungsphase

Zu Beginn der Strategiephase wurde festgelegt, mit welchen Kennzahlen in der Evaluierung der Erfolg des BGMs gemessen wird.

Messung Die Messungen können durch mehrere Methoden vorgenommen werden:

  • Mitarbeiterbefragung
  • Erneute Gefährdungsbeurteilung
  • Gesprächszirkel
  • Experten-Interviews

Dokumentation Der gesamte Prozess sowie die Ergebnisse der Evaluation werden in Ihrem Unternehmen dokumentiert. Damit wird der gesetzlichen Verpflichtung, eine psychische Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, ggf. Maßnahmen einzuleiten, zu evaluieren und zu dokumentieren, nachgekommen. Die Dokumentation wird häufig intern erstellt. Gerne unterstützen wir dabei.

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